Forst

Baum des Jahres 2017

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017.

Weitere Informationen finden Sie unter www.baum-des-jahres.de.

 

 

 

1. Waldfläche in Hektaren

Name

Gesamt-
fläche

Wirtschafts-
wald

Nicht-
wirtschafts-
wald

Total
Wald

Affolter

23.14

23.14

 

23.14

Lang Riemen

23.68

23.68

 

23.68

Dorn Ischlag

27.56

27.56

 

27.56

Schachen

22.68

14.49

8.19

22.68

Total

97.06

88.87

8.19

97.06

Die Waldpläne wurden für den ganzen Kanton nachgeführt und einheitlich dargestellt. Bei den ausgewiesenen Waldflächen handelt es sich neu um die produktiven Flächen – Waldstrassen, Gewässer, Gebäude und deren Vorplätze wurden ausgeschieden. Die Waldfläche ist entsprechend kleiner. Sie sank von 100.49 ha auf 97.06 ha. Auf diesen 97.06 ha kann effektiv Holz produziert werden. Diese Fläche wird wiederum unterteilt in Wirtschaftswald und Nichtwirtschaftswald. Auf dieser Fläche wurden die Stichproben aufgenommen. Mit dieser Fläche werden neu auch die ha-Werte errechnet. Abweichungen bei den ha-Werten sind also z.T. auch auf die Änderung der Bezugsflächen zurückzuführen.

2. Gesamtstammzahlen (Stück)

Jahr

Nadelholz

Laubholz

Total

absolut

pro ha %

absolut

pro ha %

absolut

pro ha

2012

11'996

135 37

20'302

228 63

32'298

363

Die Stammzahl sank um 46 Stück/ha auf 363 Bäume/ha.

Der Laubholzanteil stieg stark an – viele junge Laubholzbestände, so z. B. die nach Vivian (26./27.02.1990) begründeten Eichenbestände im Dörnischlag – erreichten die Kluppierungsschwelle von 12 cm.

Da die Stufe Stangenholz stammzahlreich ist, ist auch der grosse Anstieg des Laubholzanteils durch diese Einwüchse erklärbar.

Im schwachen und mittleren Baumholz sank der Stammzahlanteil – einerseits als Folge der Durchforstungen, aber auch wegen den Schneedruckschäden vom März 2006.

3. Hiebsmenge

Eingriffsart

Hiebmenge m3

pro Jahr

in %

Durchforstungsanfall

 

340

38

Verjüngungshiebe inkl. Zwangsnutzung

 

560

62

 

 

 

 

Gesamte Hiebsmenge

Total

900

100

pro ha 10.1

Für die vergangene Periode wurde der Hiebsatz um 34% auf 1'350 m³ angehoben. Nun sinkt er wieder um einen Drittel auf 900 m³/Jahr.

4. Waldverjüngung

Baumart

Im Wald (Stk)

%

Fichte
übriges Nadelholz

4'400
1'350

34

Buche
übriges Laubholz

4'700
6'450

66

Total
pro ha


16'900


100

Nebst den Fichten wurden noch 950 Weisstannen und 400 Douglasien gepflanzt, nebst den Buchen noch 6'200 Eichen und 250 Kirschen, Hagenbuchen und Ulmen. Esche und Bergahorn wurden natürlich verjüngt.

Die Anpflanzungen müssen vor Wildschäden geschützt werden. Auf 6 Flächen wurden 8 Zäune mit einer Zaunlänge von 1'681 m errichtet. Total mussten 240 Aren Jungwald eingezäunt und 400 Jungpflanzen einzeln geschüztzt werden.

Die hohe Rehwilddichte verunmöglicht die natürliche Verjüngung der wichtigsten Baumarten. Der selektive Verbiss des Rehwildes führt dazu, dass auch natürliche Ansamungen entmischt werden.

 

Waldgang Bürgergemeinde Luterbach

Am 10. Juni 2017 begrüsste Urs Schläfli, Ressortleiter Forst, rund 165 Bürgerinnen und Bürger zum diesjährigen traditionellen Waldgang der Bürgergemeinde Luterbach. Dies bei sehr sonnigem Wetter und warmen Temperaturen. Besonders willkommen hiess er Daniel Schmutz, Betriebsleiter der Forstbetriebe Wasseramt AG und dessen Team, Ursula Fluri und Anita Eigenmann, Waldpädagoginnen sowie Vertretungen der Bürgergemeinde Biberist, der Einwohnergemeinde Luterbach, der Feuerwehr Luterbach und des Zivilschutzes. Ganz besonders wurden die Vertreter der Naturfreunde Luterbach begrüsst, welche ganzjährig grossen Einsatz leisten. Dafür gebührt ihnen ein grosser Dank. Der Waldgang stand unter dem Motto «Holzerei einst und jetzt».

An drei Informationsständen erklärte Daniel Schmutz die Holzerei einst und jetzt. Am ersten Posten galten seine Ausführungen der sogenannten manuellen Holzerei, welche mit Axt und Säge durchgeführt wurde. Dabei erklärte er die verschiedenen Äxte und Sägen. Zwei Mitarbeitende der Forstbetriebe stellten diese Arbeit eindrucksvoll dar, indem ein Baum mit diesen Hilfsmitteln gefällt wurde. Am zweiten Infopunkt wurde den Anwesenden die motor-manuelle Holzerei vorgeführt. Bei dieser Arbeitsmethode wird der Baum mittels Motorsäge und einer motorisierten Zugmaschine gefällt. Zum Schluss kamen die Teilnehmer noch etwas ins Staunen – mit einer vollmechanisierten Holzerntemaschine wurde vorgeführt, wie in der heutigen Zeit geholzt wird. Dieser sogenannte ‚Vollernter‘ packt die Bäume, sägt und entastet diese. Im selben Vorgang werden die Stämme auf die gewünschte Länge geschnitten. An einem weiteren Posten informierte Urs Schläfli über die Preisentwicklung in der Holzerei bzw. beim Holzerlös. Im Jahr 1982 lag der Erlös bei durchschnittlich Fr. 140.00/m3, aktuell liegt er bei Fr. 80.00/m3. Dem gegenüber stehen die Löhne von Fr. 20.00/h im Jahr 1982 und bei Fr. 55.00/h aktuell. Das erklärt auch die über die Jahre stets schlechter werden Forstrechnungen bei vielen Bürgergemeinden. Auch bei der Bürgergemeinde Luterbach ist das Abwägen von Aufwand zum geplanten Ertrag ein jährlicher Kraftakt. In den vergangenen 5 Jahren wurden Fr. 50‘000.00 für Neuanpflanzungen aufgewendet. Nach den Holzereiarbeiten liegt immer viel Geäst auf dem Waldboden, welches durch die Primarschule und von Mitgliedern des Fussballclubs weggeräumt wurde. Diese Arbeiten werden als ‚Entschädigung‘ für die jährliche finanzielle Unterstützung geleistet. Zum Schluss des Waldgangs wurden durch die Kinder noch gut 50 kleine Tannen angepflanzt.

Für die anwesenden Kinder wurde auch dieses Jahr ein spezielles Programm durchgeführt. Unter Anderem konnten die Kinder Minigolf spielen. Die Schläger wurden dabei unter fachkundiger Anleitung der beiden Waldpädagoginnen mit ‚Stäcke und Föhrezäpfe‘ gefertigt. Als Spielball dienten Wallnüsse. Auch die Bahn musste vorgängig gebaut werden. Die Kinder zeigten dabei vollen Einsatz und hatte ihren Spass dabei.

Nach dem erneut lehrreichen und interessanten ersten Teil des Waldgangs trafen sich die Anwesenden beim Waldhaus zu Speis und Trank. Für das leibliche Wohl sorgten Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Luterbach. Für die Ausgabe der Getränke zeichnete die Musikgesellschaft Luterbach verantwortlich und Samuel Bertschi überraschte die anwesenden Gäste mit seiner ‚Rolli-Bar‘. Musikalisch unterhalten wurden die Teilnehmer durch die Musikgesellschaft Luterbach, welche am 11. November 2017 ihr 100-jähriges Jubiläum feiern darf. Nicht zu vergessen sind die Naturfreunde Luterbach, welche das Festzelt aufbauten.

Urs Nussbaumer, Präsident der Bürgergemeinde, dankte mit seinen Worten den Organisatoren des Waldgangs, den Forstbetrieben Wasseramt mit ihrem Betriebsleiter für die sehr gute Zusammenarbeit, Ursula Fluri und Anita Eigenmann für das Programm mit den Kindern. Ebenfalls bedankte er sich bei den Teilnehmern für das zahlreiche Erscheinen und das Interesse an der Bürgergemeinde.

Christian Schmutz, Departementsleiter Volkswirtschaft, welcher für den zweiten Teil verantwortlich zeichnete, durfte als älteste Teilnehmerin am Waldgang Frau Cecile Walder und als ältesten Teilnehmer Herrn Gerd-Dieter Haase ehren.

Der Waldgang der Bürgergemeinde Luterbach – auch in diesem Jahr ein interessanter und gemütlicher Anlass mit vielen Informationen rund ums Holz und einem gelungenen Abschluss beim Waldhaus.

Luterbach, 18. Juni 2017
für die Bürgergemeinde Luterbach
Presseberichterstatter André Sury

 

 

 

 

Feldahorn

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017
(Foto A. Roloff)

 

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Fost Luterbach 2010

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