Forst

Baum des Jahres 2022

Die Rotbuche ist Baum des Jahres 2022.

Weitere Informationen finden Sie unter www.baum-des-jahres.de.

 

 

 

Waldgang der Bürgergemeinde Luterbach vom 18. Juni 2022

(Fotos siehe Rubrik Galerie)

Waldgang im 2022? Ja klar doch. Nach zwei Jahren Unterbruch begrüsste Michael Marti, Forstverantwortlicher, um 14.30 Uhr im Affolterwald 153 angemeldete Personen zum diesjährigen Waldgang. Speziell begrüsste er die Anwesenden der angemeldeten Bürgergemeinden und die Mitarbeitenden der Forstbetriebe Wasseramt AG. Viel trinken war an diesem heissen Nachmittag ausnahmsweise erlaubt.

Als Attraktion kamen die Anwesenden in den Genuss von Schlagfertigkeit und Lärm. Mitglieder des Teams Timbersports Schweiz führten einige Kostproben ihres Könnens aus dem Bereich Timbersports vor. Dieser Sport geht zurück auf die ursprüngliche Holzbearbeitung unter anderem in Kanada. Matthias Knörr und die anderen Teammitglieder erklärten jeweils, um was es bei den anstehenden Disziplinen geht. Das Holz wird dazu immer auf denselben Durchmesser abgehobelt und wird bis zur Bearbeitung stets feucht gehalten. Wichtig sind dabei ‘saubere’ Stämme, damit das Werkzeug nicht Schaden nimmt. Auch aus den Reihen der Teilnehmenden am Waldgang zeigte sich dann etwas an Talent für diese Sportart. Übrigens, das Verteilen von Ohrschützen durch die Bürgergemeinde war eine sehr gute Idee.

Im Anschluss daran informierte Daniel Schmutz, Forstbetriebe Wasseramt AG, über den im März durchgeführte Anlass ‘Baumgotte/-götti’. Als Idee gestartet ging es um die Ausarbeitung der Möglichkeiten. Hier wurde geprüft, welche Baumarten sinnvollerweise angepflanzt werden. Dabei musste berücksichtigt werden, welchen Einfluss die Klimaveränderung auf die jeweiligen Bestände der Baumarten bringt. Wir werden feststellen, dass künftig einige bekannte Baumarten aus dem Mittelland verschwinden werden und sich andere besser an die Begebenheiten anpassen werden. Der Wald steht auch immer wieder vor der Herausforderung von Pilzbefällen, welche Bäume absterben lassen. Bei der ersten Durchführung wurden so fünf verschiedene Baumarten gepflanzt, um die Diversität des Waldes und den Weiterbestand zu gewährleisten.

Zum zweiten Teil begab sich die Gesellschaft zum Waldhaus, wo viele lebhafte Gespräche geführt wurden. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Flüssige Nahrung gabs durch die Musikgesellschaft Luterbach, fest Nahrung durch den Verein Natur- und Vogelschutz Luterbach. An dieser Stelle herzlichen Dank den beiden Vereinen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte dann Paul Flück mit seinen Ländlerfründe. Für Unterhaltung einer anderen Art sorgte auch Corinne Sutter, Karikaturistin und Speed-Painter, aus Aarwangen. Bei ihr hiess es – Freiwillige vor und nach paar Minuten konnte die Karikatur in Empfang genommen werden.

Als älteste anwesende Bürgerin und Bürger konnten Martha und Thomas Bader begrüsst werden.

Die Danksagungen durch Christian Schmutz, Verantwortlicher Volkswirtschaft, gingen an den Natur- und Vogelschutzverein Luterbach für die Verpflegung, den FC Luterbach für den Zeltaufbau, die Naturfreunde der Bürgergemeinde, die Musikgesellschaft Luterbach für den Service, den Samariter-Verein Luterbach und natürlich nochmals an Matthias Knörr mit seinem Team, Daniel Schmutz, Paul Flück und Corinne Suter. Beim Dessert und Musik durch DJ Samuel Bertschi klang der diesjährige Waldgang langsam aus.

Bürgergemeinde Luterbach
Presseberichterstatter
André Sury

 

1. Waldfläche in Hektaren

Name

Gesamt-
fläche

Wirtschafts-
wald

Nicht-
wirtschafts-
wald

Total
Wald

Affolter

23.14

23.14

 

23.14

Lang Riemen

23.68

23.68

 

23.68

Dorn Ischlag

27.56

27.56

 

27.56

Schachen

22.68

14.49

8.19

22.68

Total

97.06

88.87

8.19

97.06

Die Waldpläne wurden für den ganzen Kanton nachgeführt und einheitlich dargestellt. Bei den ausgewiesenen Waldflächen handelt es sich neu um die produktiven Flächen – Waldstrassen, Gewässer, Gebäude und deren Vorplätze wurden ausgeschieden. Die Waldfläche ist entsprechend kleiner. Sie sank von 100.49 ha auf 97.06 ha. Auf diesen 97.06 ha kann effektiv Holz produziert werden. Diese Fläche wird wiederum unterteilt in Wirtschaftswald und Nichtwirtschaftswald. Auf dieser Fläche wurden die Stichproben aufgenommen. Mit dieser Fläche werden neu auch die ha-Werte errechnet. Abweichungen bei den ha-Werten sind also z.T. auch auf die Änderung der Bezugsflächen zurückzuführen.

2. Gesamtstammzahlen (Stück)

Jahr

Nadelholz

Laubholz

Total

absolut

pro ha %

absolut

pro ha %

absolut

pro ha

2012

11'996

135 37

20'302

228 63

32'298

363

Die Stammzahl sank um 46 Stück/ha auf 363 Bäume/ha.

Der Laubholzanteil stieg stark an – viele junge Laubholzbestände, so z. B. die nach Vivian (26./27.02.1990) begründeten Eichenbestände im Dörnischlag – erreichten die Kluppierungsschwelle von 12 cm.

Da die Stufe Stangenholz stammzahlreich ist, ist auch der grosse Anstieg des Laubholzanteils durch diese Einwüchse erklärbar.

Im schwachen und mittleren Baumholz sank der Stammzahlanteil – einerseits als Folge der Durchforstungen, aber auch wegen den Schneedruckschäden vom März 2006.

3. Hiebsmenge

Eingriffsart

Hiebmenge m3

pro Jahr

in %

Durchforstungsanfall

 

340

38

Verjüngungshiebe inkl. Zwangsnutzung

 

560

62

 

 

 

 

Gesamte Hiebsmenge

Total

900

100

pro ha 10.1

Für die vergangene Periode wurde der Hiebsatz um 34% auf 1'350 m³ angehoben. Nun sinkt er wieder um einen Drittel auf 900 m³/Jahr.

4. Waldverjüngung

Baumart

Im Wald (Stk)

%

Fichte
übriges Nadelholz

4'400
1'350

34

Buche
übriges Laubholz

4'700
6'450

66

Total
pro ha


16'900


100

Nebst den Fichten wurden noch 950 Weisstannen und 400 Douglasien gepflanzt, nebst den Buchen noch 6'200 Eichen und 250 Kirschen, Hagenbuchen und Ulmen. Esche und Bergahorn wurden natürlich verjüngt.

Die Anpflanzungen müssen vor Wildschäden geschützt werden. Auf 6 Flächen wurden 8 Zäune mit einer Zaunlänge von 1'681 m errichtet. Total mussten 240 Aren Jungwald eingezäunt und 400 Jungpflanzen einzeln geschüztzt werden.

Die hohe Rehwilddichte verunmöglicht die natürliche Verjüngung der wichtigsten Baumarten. Der selektive Verbiss des Rehwildes führt dazu, dass auch natürliche Ansamungen entmischt werden.

 

 

 

Robinie

Die Rotbuche ist Baum des Jahres 2022.
(Fotos A. Roloff)

 

FOTOGALERIE

Bilder aus dem Forst >>

Fost Luterbach 2010

Gratis-Brennholz

Brauchen Sie noch Kleinholz für Ihr Cheminée, für Ihren Schwedenofen oder für Ihre Warmluftheizung ?

Klicken Sie hier >> Brennholz